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Lüften Sie schon oder kippen Sie noch?

lüften

Auch wenn es draußen kalt ist: Ab und zu muss frische Luft in die Wohnung. Eine frische Brise vertreibt Gerüche, die im Laufe des Tages entstehen. Und frische Luft bringt nicht nur neuen Sauerstoff herein, sondern die kalte Luft wird erwärmt und nimmt dabei wieder viel Feuchtigkeit auf. Und dann wird sie wieder abgelüftet. Hand aufs Herz: Lüften Sie eigentlich richtig? Öffnen Sie die Fenster ganz oder kippen Sie nur?

 

Jeder weiß, dass die Kippstellung grundverkehrt ist, aber warum tun wir es trotzdem? Weil unsere Fenster meist nur nach innen aufgehen und vor dem Öffnen die Fensterbank abgeräumt werden müsste. Und wer räumt schon gerne ab? Dazu sind wir zu bequem. Also gehen wir den Weg des geringen Widerstandes und kippen nur. Andere Länder lösen das Problem anders: Entweder gehen die Fenster nach außen auf oder der untere Teil des Fenster ist eine Festverglasung.

 

Aber wenn schon denn schon: Wir kippen nicht ein paar Minuten, sondern oft stundenlang. Trotzdem ist damit ein ausreichender Luftwechsel meist nhicht gewährleistet. Sicher ist nur, dass Fensterlaibung, Sturz, Rolladenkasten und die darüber liegende Decke stark auskühlen und dort so die Feuchte- und Schimmelproblematik forcieren. Teure Heizenergie wird verschwendet. Tipp: Kippen ist im Winter tabu.

 

Viel effektiver und sparsamer ist Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern. Soll die ganze Wohnung gelüftet werden, dabei die Innentüren öffnen. Dann reichen ein paar Minuten Durchzug. Achtung: Türen und Fenster ggf. sichern. Soll nur ein Raum gelüftet werden, muss dessen Tür natürlich zu bleiben.

Länger lüften nutzt nicht mehr, sondern kühlt Bauteile und Möbel zu stark aus. Lieber alle paar Stunden mal öffnen wie einmal stundenlang. Feuchte und belastete Luft muss ausgetauscht werden. Immerhin produziert ein 4-Personen-Haushalt ca. 15 – 20 Liter Wasser täglich. Und diese enorme Feuchtigkeitsmenge muss raus aus der Wohnung, damit sich kein Schimmel bilden kann, denn Lüften wirkt dem entgegen.