Dämmstoffstärke frei wählbar ...
Hydraulischer Abgleich - ja oder nein?
Brandschutz für WDVS
KfW fördert Einbruchsschutz
Luftdichtheitskonzept - verständlich dargestellt
Sinn von Wärmedämmung und Wärmeschutz
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Jeder kennt es, aber jeder bedient es anders?

Mit einem Thermostatventil wird die Lufttemperatur individuell je Raum geregelt. Auf den Ventilen stehen Zahlen und keine Temperaturen. Diese sind nur Merkhilfen für die raumbezogene Einstellung. Mit z. B. „4“ kann es in dem Raum 24°C warm sein, im anderen aber weniger oder mehr. Denn welche Zahl welcher Temperatur entspricht, hängt von Raumgeometrie, Art und Lage des Heizkörpers, Lage des Ventils und weiteren Faktoren ab. Der Unterschied zwischen den Ziffern beträgt meist 2-3 Grad. (Foto Fa. Heimeier beispielhaft)

 

Mit Thermometer, Geduld und Bleistift findet man die richtige und für diesen Raum individuelle Einstellung.

 

  1. Stellen Sie die Ziffer „3“ ein. Meisten entspricht dies einer Lufttemperatur 20°C.
  2. Einige Stunden nach der Einstellung (Geduld) messen Sie die Raumlufttemperatur mit einem genauen Thermometer. Und zwar nicht am Heizkörper, sondern dort, wo die 20° sein sollen (am Tisch, im Sessel, vor dem Fernseher). Sind es 20°, passt es schon.
  3. Markieren Sie die gefundene Einstellung (Bleistift, Aufkleber). Manche Ventile sind dafür auch mit Merkhilfen (Ring, Schieber) ausgestattet. So lässt sich die richtige Einstellung wiederfinden.
  4. Passt es nicht (Lufttemperatur zu gering oder zu hoch), das Ventil etwas weiter aufdrehen (auf 3,5 oder 2,5). Nun brauchen Sie wieder Geduld, denn es dauert, bis sich der Raum auskühlt oder aufheizt.
  5. Wieder kontrollieren.
  6. Wenn es passt, weitermachen wie unter 3 beschrieben. Oder Temperatur draufschreiben.

 

Beim Aufheizen die Ventile nicht höher einstellen als die gewünschte Temperatur. Denn es wird auch nicht schneller warm, sondern der Raum wird überheizt. Das Ventil schließt viel später, weil es sich auf die (zu hoch) eingestellte Temperatur einpendeln will. Und diese Überheizung kostet nicht nur je Grad ca. 6% mehr  Energie, sondern die teuer aufgewärmte Luft wird ja sofort wieder abgelüftet, weil es zu warm im Raum ist.

Ist aber der Pumpendruck zu hoch, schließt das Ventil schnell, weil es zuviel "Saft" bekommt. Dann fällt die Lufttemperatur wieder, es öffnet aber zu weit. Diese Diskrepanz lösen Sie mit einem hydraulischen Abgleich.